Jüdisches Leben im Mittelalter
11.10.2026–04.04.2027
Stadtmuseum Simeonstift Trier
Zum ersten Mal rückt das Stadtmuseum Simeonstift Trier mit der Ausstellung „Jüdisches Leben im Mittelalter“ ein zentrales Kapitel der europäischen und zugleich der Trierer Stadtgeschichte in den Fokus einer kulturhistorischen Schau. Als Sitz eines mächtigen Erzbischofs war Trier bereits im Mittelalter Heimat einer blühenden jüdischen Gemeinde mit weitreichenden Verbindungen zu den rheinischen Gemeinden als auch zu jüdischen Gemeinden in Frankreich. Als Knotenpunkt zwischen diesen Netzwerken nahm Trier eine besondere Vermittlerrolle ein. Das bis heute erhaltene mittelalterliche Judenviertel in der Stadt zeugt von einer Geschichte geprägt durch Austausch, Abgrenzung und wechselseitige Beziehungen.
Entstanden ist die Ausstellung in enger Kooperation mit dem Arye-Maimon-Institut der Universität Trier auf Grundlage neuester Forschungsergebnisse. Sie widmet sich der Geschichte des aschkenasischen Judentums mit besonderem Augenmerk auf die Trierer Region als Herzstück von Aschkenas. Im Zentrum stehen dabei nicht nur kulturelle Errungenschaften, sondern auch der gelebte Alltag sowie die dichten Netzwerke, die diese Gemeinschaften prägten. Lokale Geschichte wird so in einen größeren, europäischen Zusammenhang eingebettet und anschaulich, verständlich sowie wissenschaftlich fundiert vermittelt. Das Ergebnis ist ein facettenreiches Bild, das mit gängigen Klischees bricht und zugleich Impulse für aktuelle gesellschaftliche Fragen liefert.
Weitere Infos zur Ausstellung finden Sie hier.
Abbildung: Plakat der Ausstellung © Stadtmuseum Simeonstift Tier.