Groß gedacht! Groß gemacht? Landgraf Carl in Hessen und Europa
16.03.2018–01.07.2018
Museum Fridericianum Kassel
Landgraf Carl von Hessen-Kassel wurde nur wenige Jahre nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges geboren. Wie in den meisten deutschen Fürstentümern hatte sich der Krieg auf die Bevölkerung und Wirtschaft verheerend ausgewirkt, Handwerk, Handel, die Wissenschaften und das kulturelle Leben waren zusammengebrochen. Als Carl mit 16 Jahren die Regentschaft übernahm, stand er vor der großen Herausforderung, das Land wieder zu wirtschaftlicher und kultureller Blüte zu führen. Diesen Aufgaben widmete er sich zielstrebig und nachhaltig. Er berief zahlreiche Berater, Gelehrte und Künstler in seine Residenzstadt, gründete zur Förderung der Wirtschaft verschiedene Betriebe und warb, um den Fachkräftemangel zu reduzieren, mit der sogenannten „Freyheitsconcession und Begnadigung“ gezielt französische Hugenotten als Handwerker und Manufakturisten an. Die von Carl durchgesetzten Neuerungen und Projekte hatten nicht nur Einfluss auf seine eigene Zeit und auf seine Regierungsnachfolger. Sie wirken bis in die Gegenwart nach, beispielsweise in Form seiner großangelegten Bauprojekte, die vor allem das Kasseler Stadtbild auch heute noch entscheidend prägen.
Abbildung: Plakat zur Ausstellung © Museum Fridericianum Kassel